Über das Émaillieren


Das Émaillieren ist eine sehr alte handwerkliche Technik, die bis vor nicht allzu langer Zeit noch genauso ein separater Ausbildungsberuf war wie der des Goldschmiedes, inklusive Gesellen- und Meisterprüfung.

Im Grunde genommen ist Émail nichts anderes als Glas, was auch die einmalige Leuchtkraft der Farben erklärt. Dabei lassen sich die meist im Hobbybereich verwandten opaken Émails mit den transparenten kaum vergleichen.

   

Feine handgefertigte Stege aus Silber und Gold bilden die Trennung zwischen den einzelnen Farben. Das Glas wird frisch im Mörser zerstoßen und im Laufe von vier Farbaufträgen und vier Bränden bei knapp 1000° C im Brennofen auf das Trägermetall aufgeschmolzen.

So werden Stück für Stück die Farbübergänge herausgearbeitet und eine faszinierende Farbtiefe geschaffen.

   

   

Während des Brennvorganges sind die Farben chemisch sehr anfällig. Staub, der falsche Untergrund, zu viel oder zu wenig Hitze können fatale Folgen für die Farben haben, aber die Brillianz eines gelungenen Brandes ist kaum zu übertreffen. Die Bilder auf dieser Seite lassen das wohl erahnen ...

   

   

 

émail cloisonné

...bezeichnet den Zellenschmelz, d.h. die Technik bei der einzelne Farbzellen mit Metallstegen von einander getrennt werden.

 

émail en ronde basse

...bezeichnet die Technik bei der das Émail auf vollplastische Körper aufgebracht wird.

 

Fensterémail

...bezeichnet die Technik bei das transparente Émail ohne Metallhintergrund gebrannt wird und so das Schmuckstück durchsichtig ist.

 

 

 

 

 
       

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